Joachim Konrad Schmidt
Nachdem meine Frau die Leitung einer KÖB übernommen hatte, wurde mir der Weg in diese Einrichtung zur selbstverständlichen Gewohnheit. Durch meine Arbeit in der Schulleitung eines Gymnasiums konnte ich unseren Schülern im Klassenverband zu einer sachkundigen Einführung in Aufbau und Benutzung der Bücherei verhelfen.
1994 verlor ich meine Sehkraft, nicht jedoch meine Liebe zur Literatur, die mich durch das Studium der Germanistik, Romanistik, Geschichte und Philosophie wie auch durch eine fast vierzigjährige schulpflichtige Dienstzeit getragen hat. Doch ich hatte Glück im Unglück: das Hörbuch fand Eingang in die KÖB. Ich bekam Gelegenheit, die Büchereien bei der Anschaffung der neuen Medien durch Rezensionen zu beraten und dabei neben meiner wissenschaftlichen Ausbildung auch die lebenspraktischen Erfahrungen als Vater von sieben lesehungrigen Kindern und Großvater von bisher 13 erblich belasteten Enkelkindern einbringen zu können. Mir macht es Spaß, und der KÖB und den Verlagen schadet es hoffentlich nicht.