Gerade scheint der Start in eine Karriere als Selbstständiger zu klappen, da vernichtet ein Feuer die gesamte Habe von Benjamin Tartouche. Die Versicherung betrügt ihn, Benjamin lebt mittellos auf der Straße, bis ausgerechnet der betrügerische Versicherungsbesitzer Trusquin ihn überfährt und Fahrerflucht begeht. Wegen vieler Verfehlungen aus seinem bislang eher nutzlosen Dasein wird Benjamin dazu verdammt, einer verlorenen Seele als Gewissen zu dienen und diese zu retten. Und so begleitet er Trusquin bei seinem Wahlkampf als Bürgermeisterkandidat. Alle Reden, alle Versprechungen werden als Betrug entlarvt. Während Trusquin seine Wähler belügt, kämpft Benjamin um sein Gewissen - am Ende erfolgreich, bekommt er eine neue Chance und Trusquin seine Strafe. Mit den Mitteln ausdrucksstarker Gesichter und weniger Worte hat der Autor einen Comic geschaffen, in dem der Leser sich selbst und seinen Alltag entdecken kann. Die Atmosphäre erscheint auf den ersten Blick düster, trägt aber immer die Möglichkeit der Wendung zum Guten in sich. Benjamin in seiner Rolle als unsichtbarer Begleiter erkennt viele kleine Gesten, die glücklich machen - und gibt diese Erkenntnis an den Leser weiter. Gleichzeitig wird die arglistige Täuschung in Politiker-Reden entlarvt, die wir genau so täglich in den Nachrichten hören. Als künstlerisch anspruchsvoller Comic überall empfehlenswert.