Der junge Designer Hamaguchi findet einen Job als Assistent bei einem berühmten Manga-Künstler in Tokyo. Eindrucksvoll erlebt der Leser die harte Arbeit, die in den so leicht daherkommenden Mangas steckt. Während der Chef für den kreativen Teil zuständig ist, müssen seine Assistenten die zeitaufwendige Kleinarbeit wie Speed-Lines und Hintergründe erledigen. Manche von ihnen träumen von eigenem Ruhm als Mangaka (Manga-Künstler). Auch Hamaguchi träumt diesen Traum, kann sich aber nicht konsequent seinen eigenen Werken widmen. Das Nachtleben in Tokyo beginnt ihn in seinen Bann zu ziehen, bis er sich in die todkranke Mariko verliebt. Mit ihrer Inspiration und seinem Talent entsteht sein erster erfolgreicher Manga. Neben der anrührenden Liebesgeschichte ist es vor allem der Einblick in die Arbeitsweise japanischer Mangaproduktionen, die das Interesse deutscher Liebhaber dieses Genres wecken kann. Bei dieser Graphic Novel entsprechen die Bilder weitgehend unseren europäischen Sehgewohnheiten, anders als bei einem Manga mit ähnlicher Thematik (Bakuman 1 und 2 von Takeshi Obata - in diesem Heft). Denken und Handeln der Protagonisten entsprechen bei beiden Werken kaum unseren Vorstellungen und geben einen guten Einblick in die ehrgeizige Welt der Mangaka und eine generell ganz andere Arbeitsmoral. Vor allem zusammen mit einer besonderen Nachfrage nach Mangas empfehlenswert.