Das historische Lesebuch beginnt mit den Raubzügen der Wikinger. Die historischen Ereignisse werden nicht wissenschaftlich überfrachtet beschrieben, die Texte sind durchsetzt mit Auszügen aus der Literatur. Der Mönch Saxo Grammaticus beschreibt in seiner 16-bändigen Geschichte der Dänen ab 1185 unter anderem auch die Praktiken der Piraten, aus denen übersetzte Auszüge zitiert werden. So bekommt der Leser zeitgenössisch gefärbte Eindrücke von den Raubzügen der Wikinger. Danach geht es um Klaus Störtebecker und seine Vitalienbrüder. Obwohl es nur wenige Quellen gibt, scheint es ihn und seinen Partner Godecke Michels sicher gegeben zu haben. Wie schon im ersten Abschnitt werden auch hier historisch belegbare Tatsachen mit weitestgehend zeitnahen Texten verknüpft. Im nächsten Teil geht es um das Erbe Störtebeckers, also die Piraten, die auf seine Zeit folgten, wie Klaus Kniphoff oder Marten Pechlin. Der letzte Abschnitt beschreibt das (vorläufige) Ende der Seeräuberei in Nord- und Ostsee. Die Autoren beschränken sich in allen Bereichen nicht nur auf eindeutig nachweisbare Fakten, sondern zeigen zielorientiert auch die sich um die Vorgänge rankenden Legenden auf. Der Bildteil in der Mitte des Buches macht in einigen Illustrationen deutlich, dass es nicht weit her ist, mit der Romantik der Piraten. - Für alle geschichtlich interessierten Leser ein echter “Leckerbissen”.