Die rätselhafte Margo Spiegelman, von allen umschwärmt, aber eigenwillig, unabhängig, besessen von der Vorstellung, ganz frei zu sein und überall hin reisen zu können, verschwindet kurz vor ihrem Highschoolabschluss. In der Nacht zuvor war sie bei Quentin, ihrem Freund aus Kindertagen aufgetaucht und hatte ihn um Hilfe gebeten. Gemeinsam stürzen sie sich in ein von Margo sorgfältig geplantes nächtliches Abenteuer und Quentin beginnt zu hoffen, dass Margo sich mehr für ihn interessiert. Er ist fasziniert von ihr und hat nach ihrem plötzlichen Verschwinden Angst, dass sie sich umgebracht hat. Mit Hilfe seiner Freunde versucht er, Margos Spuren zu folgen, die quer durch die USA führen. Immer wieder finden sie Hinweise, am wichtigsten wird für Quentin ein Gedichtband von Walt Whitman: “Grashalme”, den er bei Margos Sachen gefunden hat. Quentin befasst sich intensiv mit dem Gedichtzyklus und glaubt, in der Metapher der Grashalme, die durch ihre Wurzeln alle miteinander verbunden sind, eine Botschaft zu erkennen und Margo zu verstehen. Doch als er sie endlich findet, muss er feststellen, dass ihre jeweilige Vorstellung vom Leben sehr unterschiedlich ist. - Eine Art Roadmovie, spannend wie ein Krimi geschrieben, in dem der Weg zum Erwachsenwerden eines Jungen sehr einfühlsam geschildert wird. Gerne für Jugendliche empfohlen. (Übers.: Sophie Zeitz)
Ileana Beckmann
Aufgewachsen in Stuttgart und Rom; nach dem Abitur Studium der Komparatistik und Romanistik mit Magisterabschluss an den Universitäten Paris, Bonn und Yale. Verheiratet, 2 erwachsene Söhne. Neben dem Dasein als Hausfrau und Mutter Übersetzungen aus dem Französischen, Italienischen und Englischen für die Wissenschaftliche Buchgesellschaft; Leiterin der KöB in Hagen-Dahl; Leitung verschiedener Literaturgesprächskreise, Dozentin (Literatur) der VHS und des Kath. Erwachsenenbildungswerks Lüdenscheid.
Zum Rezensieren (Belletristik für die Medienprofile und Romane und Hörbücher für den Ev. Buchberater) bin ich gekommen, um meine Leselust rechtfertigen und in der Hoffnung, andere mit meiner Begeisterung für gute Bücher anstecken zu können und davon zu überzeugen, dass gut ausgewählte Literatur ein Ratgeber und Helfer in manchen existenziellen Fragen ist.
Lieblingslektüre: französische Romane des 19.Jh., moderne franz. Autoren, Ian McEwan und John Irving, und schließlich neben dem Klassiker Thomas Mann die deutschsprachigen Autoren Martin Suter und Bernhard Schlink und Uwe Timm.