Die Bildungschancen für Frauen des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts waren schlechter und die Möglichkeiten, Ideen zu marktfähigen Produkten werden zu lassen, unvergleichlich geringer als für erfindungsreiche Männer. Und dennoch gab es sie, die Erfinderinnen. Dieses Buch porträtiert 18 Frauen, die mit wachem Blick zumeist auf die unmittelbare Lebensumgebung Produkte erfanden, die bis heute die Welt veränderten. “Bootsmann” hieß der Prototyp einer Windelhose, die nur den ersten Schritt darstellte zu Marion Donovans Erfindung der Wegwerfwindel. Das Tortendiagramm der Florence Nightingale wird noch heute zur Veranschaulichung komplexer Statistiken verwendet. Sie entwickelte es, um die vielschichtigen Bedürfnisse in den Lazaretten begründen und Geld für ihre Arbeit fordern zu können. Ebenso von Frauen erfunden: der Scheibenwischer, der Minirock oder das Frequenzsprungverfahren (Voraussetzung für Nahbereichsfunk wie Bluetooth), erfunden von der Hollywood-Schauspielerin Hedy Lamarr, die mehr Ruhm als Delilah in “Samson und Delilah” einheimste als für ihre Erfindung. - Kurz und übersichtlich, sehr informativ und lebensnah beschreiben die Autoren die Findigkeit, Ausdauer und Phantasie der Erfinderinnen, bebildern ihre Lebensgeschichten mit zahlreichen Fotos und liefern so einen interessanten Blick darauf, wie Frauen trotz Ausbildungseinschränkungen mit viel Kreativität und Beharrlichkeit ihre Talente auslebten.