Reiselustig und selbstbewusst ist Mathilde, die Tochter des Handelsreisenden Helmbrecht von Regensburg. Zu gern würde sie ihren Vater auf seinen Reisen bis in den Orient begleiten, so hängt sie an seinen Lippen, wenn er heimkehrt. Eines Tages bringt er einen Gast aus Ägypten mit, der erkrankt ist und den Helmbrecht Mathilde bittet zu versorgen. Kurze Zeit später erkrankt Mathilde an Lepra und ein Sendgericht des Bischofs verbannt sie ins Gutleuthaus, dem Haus der Aussätzigen. Die lebenslustige 18-Jährige hadert mit ihrem Schicksal. Nur der kleine, ebenfalls erkrankte Georg durchdringt ihre Schwermut. Dann lernt sie den jungen Franziskanermönch Johannes kennen, der sie zu einer Pilgerreise nach Rom überredet. Gemeinsam mit Georg machen sie sich auf den Weg über die Alpen, Mathilde verliebt sich immer mehr in Johannes, muss aber erkennen, dass nicht nur ihre Krankheit eine Schranke darstellt, sondern dass auch Johannes Hingabe an Gott größer ist als jede menschliche Liebe. - Ein mitfühlender, manchmal auch bedrückender Roman um eine starke junge Frau und ihr unausweichliches und grausames Schicksal, der aber neben der Lebensgeschichte auch das 13. Jh. mit all seiner Enge in Glaubensfragen, seinen Vorurteilen Andersgläubigen gegenüber und dem Fanatismus Einzelner deutlich beschreibt.