Edgar verbringt in den Ferien viel Zeit bei seinem Onkel, der in einem einsam stehenden Haus wohnt. Der Onkel kennt viele Gruselgeschichten, deren Hauptpersonen Kinder sind; viele von ihnen kommen ums Leben. Und auch im realen Leben des Onkels scheinen genau diese Kinder eine große Rolle zu spielen. Es sind neun Geschichten über Ulmen, die den Tod bringen, über “zweite Gesichter”, vermauerte Türen, Dschinns und Dämonen - aber am merkwürdigsten ist doch das Haus des Onkels selbst, das von Wesen bevölkert zu sein scheint, die keiner gern zu Gesicht bekommen möchte. Auch wenn die Grusel-Klaviatur in allen Registern ausgespielt wird, wirklich berührend ist keine der Geschichten bis auf die Rahmenhandlung - vielleicht, weil die mysteriösen Vorgänge zu vorhersehbar sind, vielleicht auch weil der Sprachstil so spröde, beinahe sachlich gehalten ist. Ein Funken Humor, wie auf der Zeichnung des Covers, hätte diesem allzu ernsten Vertreter des Grusel-Genres gut getan.