Der bekannte Maler Robert Oliver wird festgenommen, als er in der Washingtoner National Gallery ein Gemälde zu zerstören versucht. Der Psychiater Andrew Marlow soll ihn untersuchen und sein Motiv herausfinden. Doch sein Patient schweigt. So versucht Marlow, vor allem über die Frauen im Leben des Malers, mehr über die Geschichte des Modells, von dem Oliver besessen ist, zu erfahren und taucht in die Liebesgeschichte einer Malerin aus dem 19. Jh. ein. Die Autorin erzählt aus verschiedenen Perspektiven: der des Psychiaters, der ersten Frau Olivers, einer jungen Kunststudentin und fügt Briefe einer Malerin des 19. Jh. ein. Eine romantische, mysteriöse Geschichte, in der die Gegenwart von der Vergangenheit beeinflusst wird, mit guten Natur- und Kunst-Beschreibungen. Ein dicker Schmöker für Liebhaber schaurig-schöner Romane über Liebe, Leidenschaft, Kunst und Manie, am besten zu lesen an verregneten Frühlingswochenenden. (Übers.: Werner Löcher-Lawrence)
Ileana Beckmann
Aufgewachsen in Stuttgart und Rom; nach dem Abitur Studium der Komparatistik und Romanistik mit Magisterabschluss an den Universitäten Paris, Bonn und Yale. Verheiratet, 2 erwachsene Söhne. Neben dem Dasein als Hausfrau und Mutter Übersetzungen aus dem Französischen, Italienischen und Englischen für die Wissenschaftliche Buchgesellschaft; Leiterin der KöB in Hagen-Dahl; Leitung verschiedener Literaturgesprächskreise, Dozentin (Literatur) der VHS und des Kath. Erwachsenenbildungswerks Lüdenscheid.
Zum Rezensieren (Belletristik für die Medienprofile und Romane und Hörbücher für den Ev. Buchberater) bin ich gekommen, um meine Leselust rechtfertigen und in der Hoffnung, andere mit meiner Begeisterung für gute Bücher anstecken zu können und davon zu überzeugen, dass gut ausgewählte Literatur ein Ratgeber und Helfer in manchen existenziellen Fragen ist.
Lieblingslektüre: französische Romane des 19.Jh., moderne franz. Autoren, Ian McEwan und John Irving, und schließlich neben dem Klassiker Thomas Mann die deutschsprachigen Autoren Martin Suter und Bernhard Schlink und Uwe Timm.