Die These dieser Malschule lautet: Die abstrakte Malweise verhilft Menschen mit Freude am kreativen Ausdruck zu freier Selbstverwirklichung. Doch Spontaneität und Individualität brauchen erste Anregungen und einen Leitfaden, deshalb wird hier auch auf ein konventionelles Regelwerk, die bekannten “Schritt-für-Schritt”-Beispiele, verzichtet. So werden nach der Vorstellung von Methoden, Techniken und Materialien 65 Übungen aufgefächert, die entweder in ihrer Reihenfolge “abgearbeitet” oder aber als freie Anregungen aufgegriffen werden können. Das Spiel mit klein- und großteiligen Formen, mit Konturen, geometrischen Rastern oder expressivem Duktus, mit Kontrasten oder fließenden Changierungen, mit Bildgleichgewicht oder außergewöhnlichen Formaten - all diese Übungen sind als Impulse zu verstehen, sich von der Gegenständlichkeit zu lösen und der eigenen Kreativität zu Raum zu verhelfen. Eine Schule des Sehens, die einem auch bei der Bildbetrachtung fremder abstrakter Werke hilfreich werden kann.