Der Franziskanerbruder Benno vom Inselkloster Werd in der Schweiz erzählt sehr fesselnd mit viel Sinn für Humor von einer Afrikareise nach Burkina Faso und Togo, wo er die Infrastruktur eines Dorfes bis hin zum Multimedia-Zentrum aufbauen und ein Staudammprojekt ins Leben rufen half. Spannende Reisebeschreibungen wechseln ab mit beeindruckenden Berichten von aufwühlenden, rührenden und kuriosen Begegnungen sowie interessanten Gesprächen, Erlebnissen, den gewonnenen Einsichten und damit verbundenen persönlichen Veränderungen. Er berichtet von den Menschen in den Gemeinden, ihrem Glauben und ihren vielen hoffnungsvollen Schritten in eine bessere Zukunft. Dabei zeigt er auf, was eine zeitgemäße christliche Missionsarbeit auszeichnet. Neben allgemeinen Lebensfragen werden sehr ansprechend, theologisch aufschlussreich und mitunter unkonventionell Bibelstellen, Glaubensinhalte und Glaubenspraxis thematisiert, wohl wissend, dass auch in unserer Gesellschaft Bedarf an religiöser Aufklärung und Missionierung vorhanden ist. Der Autor lässt den Leser unverstellt teilhaben an seinem franziskanisch geprägten Glaubensleben und den davon durchdrungenen Reflexionen seines Alltags. Das Tagebuch bietet daher nicht nur eine kurzweilige, interessante Lektüre für alle an Afrika und Entwicklungshilfe Interessierten, sondern ist auch allen sehr zu empfehlen, die auf der Suche nach einer tragfähigen Spiritualität sind.