Ohne den Bezug auf die Gesamtheit der italienischen Kunst ist die Entwicklung europäischer Kunst nicht denkbar. In der Malerei, in der Bildhauerkunst, in der Architektur, zum Teil auch später in der Filmästhetik und der Photographie war der Stand der italienischen Kunst immer Maßstäbe setzend. Wer sich rasch und trotzdem kompetent einen Überblick über die Kunst Italiens verschaffen will, sollte diesen “Schnellkurs” immer in seiner Nähe haben. Der Band ist in jeder Hinsicht sehr lesefreundlich gestaltet. Er passt in jede Tasche, lässt in der Qualität des Bildmaterials nichts zu wünschen übrig und ist dazu auch noch in einem sehr flüssigen Schreibstil gehalten. Zu jeder der großen Epochen (Antike, Mittelalter, Frührenaissance, Renaissance, Barock, 1700 - 1900, 20. und frühes 21. Jh.) werden einzelne Künstler oder “Schulen” vorgestellt. - Eine sehr zu empfehlende Einführung in die italienische Kunstgeschichte, die dazu anregt, sich vielleicht auch einmal direkt dorthin zu begeben, wo man diese Kunstwerke im Original sehen kann.
Carl Wilhelm Macke
Geboren 1950 in Cloppenburg (Oldenburger Münsterland). Studiert in Hamburg und Hannover Pädagogik und Politische Wissenschaften, aber in Ermangelung des ‘pädagogischen Eros’ habe ich mich immer mehr für das Schreiben interessiert. Lebe seit nunmehr über 20 Jahren in München und seit gut zehn Jahren auch zeitweise im italienischen Ferrara. Verheiratet mit einer Allgäuerin.
Für den St. Michaelsbund schreibe ich seit vielen Jahren Buchrezensionen, vornehmlich über neuere italienische und ‘mitteleuropäische’ Literatur. Mein ganz besonderes Interesse gilt aber - seit der ersten Lektüre der Psalmen - der Poesie in allen Epochen bis hin zur modernen Lyrik unserer Tage. Und neben der Arbeit als freier Journalist arbeite ich seit vielen Jahren als Geschäftsführer des Vereins “Journalisten helfen Journalisten”, der sich nach der Ermordung eines SZ-Korrespondenten am Beginn der Kriege auf dem Balkan Anfang der neunziger Jahre gebildet hat. Dass mich zu diesem Engagement ganz besonders auch die theologischen Arbeiten von Johann Baptist Metz motiviert haben, will ich nicht verschweigen.