Der 1615 in Paris geborene Fouquet gehörte zu einer einflussreichen und wohlhabenden Familie. Bereits in ganz jungen Jahren bekleidete er wichtige, in der Regel gekaufte Ämter. Bald kam er mit dem Hof und in der Hauptsache mit Kardinal Mazarin, dem allmächtigen Kanzler des noch ganz jungen Königs in Kontakt. In den Wirren des Bürgerkrieges hielt Fouquet in Paris aus, im Gegensatz zu Mazarin, der sich vorübergehend ins Ausland absetzte. Nach Mazarins Rückkehr verlangte und erhielt Fouquet 1653 als Belohnung das Amt des Oberintendanten der Finanzen. Erfolgreiche private Unternehmungen, speziell der Überseehandel, machten Fouquet zu einem der reichsten Männer Frankreichs und damit machte er sich viele Neider. Der zur Schau getragene Reichtum störte auch den zunehmend selbstbewusster werdenden jungen König. Nach dem Tod Mazarins intrigierte vor allem dessen ehemaliger Sekretär, Colbert, der sich Hoffnungen auf ein hohes Staatsamt machte… - In diesem geschichtsträchtigen biografischen Roman kommen neben der Hauptperson Fouquet vor allem Ludwig XIV., Mazarin, und Colbert vor. Ob Fouquet wirklich der Gutmensch war, als den ihn die Autorin schildert, mag dahingestellt sein. Auf alle Fälle werden die Geschehnisse am französischen Hof in der ersten Hälfte des 17. Jh. detailreich und lebendig geschildert. Hier kommen nicht nur historisch interessierte Leser auf ihre Kosten.