Dieser kleine, aber sehr hilfreiche Wegweiser entwickelt auf der Basis entsprechender Konzilstexte und verschiedener päpstlicher und vatikanischer Dokumente, was im Sinne einer “geistlichen Ökumene” bereits wirklich erreicht ist bzw. inwiefern alle, die an Christus glauben, aufgefordert sind, in der Gemeinschaft weiter zu wachsen. In drei Abschnitten (“Vertiefung des christlichen Glaubens”, “Gebet und Gottesdienst”, “Diakonie und Zeugnis”) werden die Wurzeln einer allen Christen gemeinsamen Spiritualität betrachtet und erläutert - aus katholischer Perspektive, aber eben mit dem Blick auf eine “geistliche Ökumene”. Dabei geht es v.a. um das Wort Gottes in der Heiligen Schrift und um die Zeugen dieses Wortes (Christus, Maria, Märtyrer und Heilige), um das persönliche und das gemeinsame Gebet, die Feier der Sakramente und der Festtage des liturgischen Jahres, um die ökumenische Begegnung auf der Ebene der Pfarreien und Ortsgemeinden, aber auch in den verschiedenen geistlichen Bewegungen und Gemeinschaften (wobei v.a. die Jugend eine große Rolle spielt). Zu all diesen Grundvollzügen christlicher Spiritualität werden in sehr kompakter Form die großen Übereinstimmungen der verschiedenen christlichen Konfessionen, aber auch die noch trennenden unterschiedlichen Sichtweisen aufgezeigt. Auf diesem theoretischen Fundament gibt es dann jeweils ganz konkrete Vorschläge zur praktischen Förderung der Ökumene: “Was Christinnen und Christen gemeinsam tun können” - eine Fülle von Anregungen, die längst schon mögliche spirituelle Gemeinschaft auch tatsächlich zu verwirklichen. So wird dieser kleine “Wegweiser” auch zu einer überzeugenden Einladung zur Förderung der ökumenischen Praxis. (“Religiöses Buch des Monats Juli 2007”)