Der renommierte Journalist Alex Rühle (SZ) hat ein inzwischen schon ungewöhnlich zu nennendes Experiment unternommen: Ein halbes Jahr lebte er bewusst ohne Internet und Smartphone. Durch seinen Beruf bedingt ist Rühle auf Informationssuche und Kontakte angewiesen. Wie wirkt sich die “Fastenzeit” nun auf seine Berufswelt aus? Der Autor beschreibt sein bis dahin bestehendes Verhältnis zum digitalen Netz als Suchtverhalten. Kommt die innere Unruhe und Unkonzentriertheit von dem andauernden, häppchenweisen Informationsgenuss? Wie verändern sich die Beziehungen zu anderen Menschen ohne die Nutzung der modernen Kommunikationstechnologien? So über sich selbst reflektierend und philosophierend geht Alex Rühle all diesen Fragen nach und kommt dabei zur Quintessenz: Man kann “ohne” gut überleben, aber manchmal ist es halt einfach verdammt praktisch, “drin” zu sein. - Auf jeden Fall ist es sehr empfehlenswert, sich mit den Gedanken zur Informationsgesellschaft auseinanderzusetzen und das als Anregung zu nehmen, um über seinen eigenen Umgang mit der digitalen Welt nachzudenken.