Grace wurde als Kind von einem Wolfsrudel angegriffen und verschleppt. Einem der Wölfe verdankt sie ihr Leben und dieser taucht jedes Jahr im Wald hinter ihrem Garten auf und beobachtet sie. Als “ihr” Wolf bei einer Jagd verletzt wird, geschieht etwas Unglaubliches, er verwandelt sich in einen Menschen und Grace kümmert sich um ihn. Dabei erfährt sie, dass das Rudel im Wald ein ganz besonderes ist, denn alle Wölfe wurden in jungen Jahren zu Werwölfen gemacht und verwandeln sich im Sommer in Menschen zurück. Doch nun steht der Winter vor der Tür und Grace’ Wolfsmensch Sam und sie verbindet eine so große Liebe, dass Sam ein Mensch bleiben möchte. Dafür ist er bereit, jedes Risiko einzugehen. - Man könnte meinen, hier handelt es sich um einen müden Abklatsch der Bis(s)-Saga, die unter Werwölfen spielt, doch weit gefehlt. Stiefvater, die bereits mit “Lamento” und “Ballade” bewiesen hat, dass sie eine herausragende Fantasy-Autorin ist, lässt das allzu schlichte Strickmuster der Twilight-Bände weit hinter sich und schafft eine ganz eigene, bedeutend vielschichtigere Welt. Ihre Charaktere sind weder schwarz noch weiß, ihre Liebesgeschichte ist anrührend zart erzählt, ihr Sprachstil zeugt von hohem Niveau. Man darf auf den nächsten Band gespannt sein. Wärmstens empfohlen! (Übers.: Sandra Knuffinke u. Jessika Komina)
Beate Mainka
Jahrgang 1961. Da ich bereits vor der Schule den Büchern verfallen war, war die Ausbildung zur Diplom-Bibliothekarin eine logische Konsequenz. Danach arbeitete ich 13 Jahre als Buchhändlerin in Bonn und Freiburg bis zur Geburt meiner beiden Kinder.
Seit 1999 leite ich ehrenamtlich eine KÖB im ländlichen Westfalen, seit 2002 bin ich Rezensentin für die Buchprofile in den Bereichen Belletristik sowie Kinder- und Jugendliteratur, die schon im Buchhandel zu meinen Schwerpunkten zählten. Ebenso rezensiere ich für die ekz und seit 2008 für das Titel-Magazin im Internet mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendliteratur. Journalistische Arbeiten für die BiblioTheke und die Mitarbeit an verschiedenen Publikationen des Borromäusvereins zur Leseförderung ergänzen mein freiberufliches Pensum.
Wenn ich mal ausnahmsweise nicht lese oder schreibe, durchpflüge ich schwimmend jede Art von Gewässer, verreise gerne mit meiner Familie und liebe es, mich im Theater oder Kino gepflegt unterhalten zu lassen.