Die Phönizier, die Griechen, die Römer, die Byzantiner, die Araber, die Normannen, um nur die wichtigsten Eroberer und Beherrscher zu nennen, haben die strategische Lage der Insel Sizilien zu schätzen gewusst. Dazu kam, dass es sich bei der Insel um ein ausgesprochen fruchtbares Gebiet handelt. Kultureller Reichtum und interessante Mischstile im Bau- und Kunstbereich erzählen noch heute von den blühenden Zeiten. Dass es aber auch grausame Eroberer gab und Herrscher, die das Volk bis zum “geht nicht mehr” ausbeuteten, auch das lässt sich nicht verschweigen. Die beiden Autoren nehmen den Leser mit auf eine geschichtliche Reise vom prähistorischen Anfang bis herauf in die Jetztzeit. So werden beim geschichtsinteressierten Leser Erinnerungen aufgefrischt, ob es sich nun um die Punischen Kriege, die Zeiten der Staufer oder die wechselnden Einflüsse des Papsttums handelt, ja selbst die Mafia wird nicht ausgespart. Um die regionale Einordnung nicht zu verlieren, sollte man immer wieder einmal zur Sizilienkarte auf S. 9 zurückblättern. Schade, dass die vielen großartigen Fotos nur schwarz-weiß sind - Farbe hätten sie noch wertvoller gemacht. Trotz dieser kleinen Einschränkung, für alle geschichtsinteressierten Leser, vor allem wenn sie Sizilien als Reiseziel einplanen, ist das Buch ein echter Gewinn.