Anlässlich des 85. Geburtstags von Otfried Preußler machten sich seine Töchter über das umfangreiche Archiv an Manuskripten und Entwürfen her, um eine Hommage für ihren Vater zusammenzustellen. Die überwiegend eigenen Texte des Autors beginnen mit seiner unbeschwerten Kinderzeit in Reichenberg. Kinderbücher, Sagen und Märchen lernte er frühzeitig in der Bibliothek seines Vaters kennen; sein Erzähltalent verdankt er seiner Großmutter, die eine großartige Geschichtenerzählerin war. Die furchtbaren Jahre in Kriegsgefangenschaft überlebte er mit viel Glück. Der Neuanfang im Raum Rosenheim als 26-Jähriger begann mit “Nichts”, aber viel Gottvertrauen und seiner Frau, die sieben Jahre auf ihn gewartet hatte. Wie er dann allmählich dazu kam, Lehrer und Schriftsteller zu werden, wie seine ersten Bücher (“Der kleine Wassermann”, “Die kleine Hexe” usw.) entstanden, das wird in vielen Texten der entsprechenden Erscheinungsjahre deutlich. Dieses Buch befasst sich ausführlich mit seiner Schriftsteller- und Erzähler-“Werkstatt”. Es endet mit Gedanken über das Älterwerden und die Einschätzung der eigenen Person. Eine facettenreiche Rückschau auf ein arbeits- und erfolgreiches Autorenleben. Er vertritt hier mit Leidenschaft seine Einstellung zu Kindern, seine Pädagogik. Die Millionenauflagen seiner Bücher in aller Welt, in viele Sprachen übersetzt, sprechen schließlich für sich. Seine Werke gehören mit Recht zur klassischen Kinderliteratur. - Eine anrührende, unterhaltende und sehr interessante Lektüre insbesondere für Preußler-Fans jeder Generation.