Der Kriminalroman spielt in Buenos Aires zur Zeit der argentinischen Militärdiktatur Ende der siebziger Jahre. Comisario Lascano versucht, ein aufrechter Polizist zu sein. Er ermittelt in einem scheinbar “normalen” Mordfall. Die Leiche des stadtbekannten Geldverleihers Biterman wurde zusammen mit zwei entstellten Opfern der politischen Verfolgung aufgefunden. Doch der Täter scheint beste Beziehungen in die höchsten Kreise der Militärjunta zu haben. Lascano führt ein zurückgezogenes Leben als trauernder Witwer, raucht Kette und der Gerichtsmediziner Fuseli ist sein einziger Vertrauter. Als Lascano auf Eva trifft, eine junge Frau aus dem politischen Widerstand, überwindet er die Schatten der Vergangenheit, verliebt sich und prompt sind ihm die berüchtigten Todesschwadronen auf den Fersen. - Ein melancholischer und streckenweise auch poetischer, kluger Roman, der die Schrecken des politischen Terrors auf beeindruckende Weise thematisiert und vor menschlichen Abgründen nicht haltmacht. Ein sehr empfehlenswertes Buch aus dem diesjährigen Gastland der Frankfurter Buchmesse! (Übers.: Matthias Strobel)