Der Inhalt hält auch im zweiten Band der Vanilla-Serie, was das Cover verspricht: Schillernd-bunt und fantasievoll dreht sich die Story um das Flaschengeistmädchen Vanilla, das bei Laili in einer Coladose (!) wohnt. Das Leben mit so einer Dschinn ist eigentlich schon aufregend genug, vor allem, wenn die Eltern und die beste Freundin nichts davon wissen. Aber dann muss auch noch Vanillas Onkel Pedram, der auf dem Flohmarkt (in einer Öllampe) gekauft wurde, die gesamte Familie auf den Kopf stellen. Er futtert den Kühlschrank leer (Flaschengeister müssen ständig essen!), flirtet ungeniert mit Lailis Mutter und fühlt sich in Lailis Zuhause pudelwohl. Laili bangt nicht nur um die Beziehung ihrer Eltern, sondern verkracht sich auch noch mit ihrer besten Freundin Tine. Wie sie den Dschinn-Onkel schließlich wieder loswerden, ist witzig, ein bisschen schräg, auf jeden Fall ideenreich erzählt. Zusätzlichen Reiz bieten die Wortschöpfungen der Autorin. - Ein köstlicher Lesespaß, auch unabhängig von Bd. 1 (s. BP/mp 10/184) lesbar.
Lieselotte Banhardt
1962 wurde ich als Tochter zweier Leseratten in Stuttgart geboren und bin auch in der dortigen Stadtbücherei aufgewachsen. Nach einer fröhlich-bücherreichen Kindheit/Schulzeit habe ich an der Fachhochschule für Öffentliches Bibliothekswesen in Stuttgart studiert. Als echte Dipl.Bibl. war ich anschließend ab 1984 in Gütersloh, Freiburg, Ettlingen und Engen in den jeweiligen Stadtbibliotheken tätig – Literaturlisten und Rezensionen inbegriffen. Danach 2 Jahre Bücherpause in einer Künstler- und Eventagentur. Inzwischen arbeite ich als Lehrbeauftragte für Informationskompetenz an der Hochschule in Konstanz und wohne auch in der Nähe des Bodensees. Seit Januar dieses Jahres organisiere ich die Einrichtung und den Bestandsaufbau der Schulbibliothek eines Gymnasiums in Singen/Htwl. Meine weiteren Leidenschaften spiegeln sich in meinen Rezensionsbereichen nieder: Ehemann, Arzt (Medizin, Psychologie), 2 Töchter (Pädagogik, Kinder- und Jugendliteratur), Reisen, Garten und Wohnen. Danken möchte ich einer Freundin, die viele Jahre in einer KÖB gearbeitet hat und mich auf die Rezensententätigkeit aufmerksam gemacht hat. Seit 2004 öffne ich mit Spannung jeden Monat das Buchpaket des Borromäusvereins…