Chaotisch und lebensfroh trotz vieler Rückschläge, so geht es in diesem afrikanischen Debütroman zu, in dem der Autor sein eigenes Leben erzählt, und in dem sein Vater, der titelgebende “Jive Talker”, die größte Rolle spielt. Im ebenso kleinen wie bitterarmen Malawi, das nach der britischen Kolonialzeit zur Diktatur wurde, verfügt der Vater zwar über eine große Bibliothek und ein breites Wissen, das er besonders nach dem Genuss von Alkohol gerne seinen Zuhörern ausufernd präsentiert. Aber auf der anderen Seite hat er trotz seiner Stellung als Aushilfsarzt ständig mit finanziellen Problemen zu kämpfen, die mit jedem Kind, das hinzukommt, größer werden. Der kleine Samson erweist sich bald als ein aufgewecktes Bürschchen. Vom belesenen Vater inspiriert, spielen in seiner Kindheit die Bibel, Nietzsche und Michael Jackson gleichberechtigte Rollen. Nach dem Tod der Eltern besucht er eine Eliteschule, entdeckt seine künstlerische Ader und zieht schließlich nach Großbritannien. - Wer das authentische Afrika kennenlernen möchte, kommt hier ganz auf seine Kosten. (Übers.: Marlies Ruß)