Romeo (15) und Jabulile (13) sind ein Liebespaar; doch wie in dem großen literarischen Vorbild ist ihre Liebe gefährlich, denn Romeo ist ein Simbo, ein Flüchtling aus Simbabwe und als solcher bei der einheimischen Bevölkerung geradezu geächtet. Es berührt eigenartig, dass es in einem Land, in dem Schwarze jahrzehntelang unterdrückt wurden, Fremdenhass gegenüber anderen Schwarzafrikanern gibt - doch die Gründe dafür werden behutsam und für jugendliche Leser verständlich erschlossen. Dass es zu einer Eskalation kommt, dass etwas Schlimmes geschieht, ist von Anfang an klar, denn wir lernen die Fußballerin Jabulile als Trauernde kennen. Die Sorge um die Protagonisten lässt den Leser nicht mehr los - ein sehr packendes, dramatisches Buch, welches gerade im Zusammenhang mit der Fußball-WM eine Basis für vertiefte thematische Beschäftigung mit Themen wie Afrika, Fremdenhass, Armut o.Ä. bietet - auch und gerade in der Schule! Breit empfohlen.