In den kargen Hügeln der Marken lebt Pietro mit seiner österreichischen Lebensgefährtin Astrid ein beschauliches und gleichförmiges Leben. Die beiden verdienen ihren Lebensunterhalt mit handgewebten Stoffen, pflegen oberflächlich freundliche Beziehungen zu den verstreut wohnenden Nachbarn und sind in ihrer Zweisamkeit zufrieden. Die Ruhe wird ganz plötzlich gestört, als Durante auftaucht. Er ist ein Vagabund, ein Lebenskünstler mit vielen Gaben, der mit ungenierter Offenheit sagt, was er denkt, tut, was er will, und schnell die Frauen aus der Nachbarschaft in seinen Bann zieht. Die Männer werden eifersüchtig, Astrid und Pietro verlieren ihre Selbstgewissheit. An Durante und seinem Lebensstil der Freiheit und Ungebundenheit scheiden sich die Geister. - De Carlo beschreibt in diesem ruhig dahinfließenden Roman die Menschen und Gefühle so präzise und eindringlich, dass der Leser sich in die Personen hineinfühlen kann und sich unversehens selbst mit den großen Lebensfragen nach Liebe und Freundschaft konfrontiert. Ein leichter, flirrender Sommerroman, dem viele Leser zu wünschen sind. (Übers.: Maja Pflug)