Wie es der jungen belgischen Diplomatentochter Amélie Nothomb in der japanischen Arbeitswelt erging, beschreibt sie köstlich in “Mit Staunen und Zittern” (BP 01/168). Dieser Episode voraus geht der hier vorliegende autobiografische Roman. Um ihr Japanisch aufzufrischen (Nothomb ist zwar in Japan geboren, hat aber viele Jahre ihrer Kindheit in anderen Ländern verbracht) offeriert sie in einer Kleinanzeige Französischunterricht. Es meldet sich ein junger Japaner, der trotz entsprechender schulischer Vorbildung kaum ein Wort Französisch spricht. Dennoch kommen sich die beiden näher, sehr nahe sogar. Und aus der geplanten Auffrischung wird für Amélie ein Intensivkurs in Sachen Leben in Japan. Wie man das von Nothomb kennt, erzählt sie voller Humor und versteht es, die kulturellen Unterschiede auf den Punkt zu bringen. Schließlich sind es aber eher persönliche Präferenzen, die die Liebesgeschichte beenden. - Ein Clash of Civilizations der besonderen Art, intelligent und liebenswert erzählt. Überall empfohlen. (Übers.: Brigitte Große)