Jasna Zajcek, eine in Berlin geborene renommierte Journalistin, hat ein Jahr lang Soldatinnen während ihrer Ausbildung und im Einsatz begleitet. Sie wollte die psychologischen und soziologischen Hintergründe beleuchten, warum sich Frauen im “männlichsten” aller Berufe, dem Dienst an und mit der Waffe, engagieren. Dazu nahm sie vorab aktiv an der allgemeinen Grundausbildung teil. Sie besuchte Soldatinnen und Soldaten im Libanon, im Kosovo, in Bosnien und Herzegowina, im Sudan und in Dschibuti in Ostafrika. Ein Besuch in Afghanistan kam trotz mehrfacher Zusagen aus teilweise kurzfristig vorgeschobenen Gründen immer wieder nicht zustande. Die verschiedenen Teilabschnitte der Einsatzgebiete, in denen sie das Leben vor allem der Soldatinnen verfolgt, werden jeweils durch offizielle Informationen zum Auftrag eingeleitet. Diese sind im Schriftbild deutlich erkennbar. Durch Interviews und persönliches Erleben versucht die Autorin der Motivation, den Erwartungen und den Träumen der Soldatinnen nachzuspüren. Bei mehreren Gesprächspartnerinnen wird der wirkliche Name durch einen anderen ersetzt, um Ängste vor Repressalien, aber auch vor der Öffentlichkeit gar nicht aufkommen zu lassen. So entsteht ein interessantes Buch über Frauen beim Militär, das nicht durch die jeweiligen Pressestellen gefärbt ist, sondern aus dem Erleben vor Ort seine Informationen bezieht.