Juri, Max, Maya, Leon und Lea sind die Turbo 5, auch Bolzplatz-Bande genannt. Sie spielen für ihr Leben gerne Fußball, mangelnde Fähigkeiten gleichen sie durch Begeisterung aus. Doch die Fußballcracks unter ihren Klassenkameraden und den Nachbarsjungen machen ihnen das Leben manchmal schwer. Da heißt es zusammenhalten und kämpfen. Das Buch, in der die Geschichten der Bolzplatz-Bande erschienen ist, gehört zur Erstlesereihe Leserabe und ist für die erste Lesestufe gedacht. Allerdings wohl nur für die lesemotivierten Kinder, die sich von fast 140 Seiten nicht abschrecken lassen und denen auch die kleine Schrift des Glossars nichts ausmacht. Auch mit manchen Begriffen werden sich Erstkässler, die Wörter noch buchstabenweise erschließen, schwer tun, schon das Wort “Bolzplatz” fordert ihre ganze Konzentration und vermutlich werden gerade Jungen das Buch frustriert und fürs Lesen demotiviert beiseite legen. Auch einige der längeren Sätze helfen nicht, die Motivation zu stärken. Kurzum: Das Buch eignet sich höchstens für hoch motivierte Leser der ersten Lesestufe, den anderen Lesern kann es den Spaß an Büchern für längere Zeit nehmen - es sei denn, es dient als Vorlesebuch, wozu es sich inhaltlich sicher auch eignet. Für Büchereien trotz des interessanten Jungenthemas nur begrenzt sinnvoll, Anspruch (1. Lesestufe: Leseanfänger) und Realisierung nicht übereinstimmen.
Birgit Ebbert
Mein Name ist Birgit Ebbert, ich bin 1962 in Borken geboren und lebe heute in Hagen. Von hier aus organisiere ich meine fünf Lerncenter, Die Lernbegleiter, sowie meine Autoren- und Referententätigkeit. Ich bin Diplom-Pädagogin und habe in Pädagogik – über Erich Kästner – promoviert.
Zum Borromäusverein kam ich 1986, als ich meine Diplomarbeit über die Leseförderung schrieb. Während ich anfangs vor allem Kinderbücher rezensiert habe, liegt mein Schwerpunkt heute im Bereich Elternratgeber, Spiele und Hörgeschichten. Seit 1986 habe ich für viele andere Institutionen rezensiert, z. B. das ZDF und die Bundeszentrale für politische Bildung. An der Tätigkeit für den Borromäusverein gefällt mir, dass ich so den Mitarbeitern der Büchereien ihre Arbeit erleichtern kann.
Meine Leidenschaft ist das Schreiben – sowohl beruflich als auch privat. 2008 ist einer meiner Träume in Erfüllung gegangen: Ich durfte für den Lingen Verlag eine Erstlesereihe konzipieren und vier Kinderbücher selbst schreiben.