Wenn der Autor in einer flapsigen, doch inhaltlich durchaus seriösen Sprache berichtet, dass die verschiedensten Ärzte auf seine Schmerzen beim Laufen immer zum gleichen Resultat kommen, dass er mit seiner Größe und seinem Gewicht nicht zum Laufen geeignet sei, dann reizt es zum Schmunzeln. In einem mexikanischen Magazin, das er auf einer Reise in die Finger bekommt, liest der Journalist, dass das Naturvolk der Tarahumara zu den besten Läufern zählt. So macht er sich auf die schwierige und gefährliche Suche nach ihnen. Er erzählt faszinierend vom beinahe unmenschlichen Leadville-Ultramarathon, der über 100 Meilen bergauf und bergab querfeldein führt und von Tarahumaraläufern gewonnen wurde. Er trifft einen laufsüchtigen Mann, der von den Indianern “Weißes Pferd” genannt wird und der ihn ins natürliche Laufen einführt. Der Autor erzählt zum Teil spannend und fast immer unterhaltsam über die Menschen, die außergewöhnliche Leistungen in extremen Langstreckenläufen erbringen und schiebt unterschwellig und nie belehrend eine ganze Menge an Ratschlägen ein, wie man an natürliches Laufen herankommt. Das Buch ist aber kein Trainingslehrgang, es erzählt von Menschen, die Strecken von weit über 100 Kilometern bergauf und bergab laufen, einfach weil es ihnen Spaß macht.