Die neununddreißigjährige Illaun Bowe ist nach einer gescheiterten Beziehung und einigen aufregenden Ereignissen nach Ennis, einer Kleinstadt an der Küste gereist. Sie interessiert sich für die Geschichte eines frühchristlichen Kreuzes, das nach Meinung der Bevölkerung Unglück bringen soll. Aber weder von der heidnischen Opferstätte noch von dem Kreuz, das doch auf eben dieser Kultstätte errichtet worden war, findet sich noch eine Spur. Von einer Immobiliengesellschaft ist das ganze Gelände zwecks Bebauung platt gemacht worden. Bei einem Spaziergang findet Bowe aber einen Kieferknochen, der, wie sich herausstellt, keineswegs historischen Ursprungs, sondern einer jungen Frau, die vor fünf Jahren spurlos verschwunden war, zuzuordnen ist. Durch diesen Fund wird Bowe nun neugierig und beginnt nachzuforschen. Von alten Leuten erfährt sie Einzelheiten über die uralten Geschichten und auch über die teilweise mehr als dubiosen Tätigkeiten einiger Küstenbewohner und der Baugesellschaft. - Heidnische Symbole und Rituale sowie die allmähliche Wandlung zur christlichen Religion sind wiederkehrende Merkmale dieser Geschichte. Zu erfahren ist eine Menge Interessantes über die Historie Irlands und die Küstenlandschaft. Die einzelnen Protagonisten bleiben aber doch zumeist ohne scharfe Konturen; auch die Handlung ist mäßig spannend. Trotzdem eine handwerklich gut gemachte, gut lesbare Geschichte. Breit einsetzbar. (Übers.: Fred Kinzel)