Die junge Nidali ist ein Muster an Migrationsgeschichte: ihr Vater ist Palästinenser, ihre Mutter Ägypterin und sie selbst in den USA geboren und in Kuwait aufgewachsen. Eigentlich ist Nidalis Familie sehr liberal. Doch die ewigen Streitigkeiten zwischen ihrem Vater, der die Familie nach außen hin beherrschen muss, und ihrer Mutter, die tatsächlich die Hosen an hat, treiben Nidali dazu, ihren eigenen Weg zu suchen. Sie liebt das Lernen, denn dies erscheint ihr als die wahre Freiheit in einer Welt gesellschaftlicher und nationaler Zwänge. Doch als ihr Vater ihren Ehrgeiz mit seiner Geltungssucht beeinflussen will, beginnt sie sich zu wehren. Der 1. Golfkrieg und eine überhastete Flucht nach Ägypten beenden die Streitigkeiten vorerst. Doch schnell flammt der Zwist wieder auf, als Nidali auch in der neuen Schule Erfolg hat und ihren Traum, Schriftstellerin zu werden, weiter vorantreibt. Ein weiterer Umzug in die USA eröffnet Nidali ungeahnte Möglichkeiten, denn hier kann sie sich schulisch voll und ganz entfalten. Ihr Vater jedoch mutiert immer mehr zum Klischee eines Patriarchen. Als die Wahl des Colleges ansteht, kommt es zum Eklat. - Eine großartig erzählte Geschichte über Migration, Identifikation und den Mut, sich anzupassen. Mit viel Witz und Verstand gelingt es der Autorin, das Aufeinandertreffen von westlicher und arabischer Kultur im Mikrokosmos einer Familie zu zeigen. Faszinierend, komisch, aber auch tragisch und nachdenklich stimmend. Unbeschreiblich! (Übers.: Martin Ruben Becker)