Jaana und Riku, beide Anfang 40, zwei Kinder, sind ein im finnischen Mittelstand verankertes Ehepaar, sie als Lehrerin und er als promovierter Biologe. Erste Risse treten auf, als der in der Pharmaindustrie arbeitende Riku von militanten Tierschützern bedroht wird. Er zweifelt zunehmend am Sinn seines Lebens und verschwindet schließlich spurlos: Selbstmord? - All das erfährt der Leser aus verschiedenen Quellen: den Tagebüchern Jaanas (einem “offiziellen” für den neugierigen Mann und einem privaten), dem Tagebuch Rikus und den Berichten, Kommentaren und Andeutungen der allwissenden Ich-Erzählerin, die fiktiv als Autorin des Romans auftritt. Kunstvoll montiert muss jedes “Ich” zunächst aufgeschlüsselt werden; unvermutete Zeitsprünge aktivieren die Aufmerksamkeit des Lesers zusätzlich. Schließlich wird die “Autorin” gar Teil der Handlung. - Ein spannend zu lesender Roman über Lebenskrisen und die Kunst, ein fesselndes Buch zu schreiben! Breit empfohlen. (Übers.: Gabriele Schrey-Vasara)