Martin Schlosser ist 13 Jahre alt und mit seinen Eltern, seinem Bruder Volker und den Schwestern Wiebke und Renate frisch umgezogen ins emsländische Meppen der siebziger Jahre. Martin trauert seinem Freund Michael nach, hadert mit der Kleinstadt und mit den neuen Mitschülern. Seine Geschwister fallen ihm auf die Nerven, bei der B-Jugend des SV Meppen darf er nur als linker Innenverteidiger spielen, schlechte Aussichten für die Fußballkarriere, und auch seine erste Liebe wird nicht erwidert. Der Autor Gerhard Henschel beschreibt in zahllosen Details und Einzelszenen das Leben des 13-jährigen, in dessen Blut die Hormone für Unruhe sorgen, der sich ansonsten langweilt zwischen Fernsehen, Bundesligatabellen, Gartenarbeit und Klavierüben. Eine Pubertät in einer deutschen Kleinstadt mitten in den siebziger Jahren: Die Schwester trägt Helancastrumpfhosen, der Held fährt Klapprad, zu Weihnachten gibt es einen Parker und zu Silvester kommt die Bowle auf den Tisch. Zur Konfirmation verpasst ihm der Friseur den Fassonschnitt, im Fernsehen klärt Columbo alle Fälle auf und Jimmy Carter wird Präsident der USA. - Unzählige Szenen voller nostalgischer Details lassen die siebziger Jahre herrlich lebendig werden. Gute Unterhaltung für alle Zeitgenossen von Martin Schlosser.