Die Burketts, ein Einwandererclan aus England, hat es im 19. Jh. zu großem Reichtum und Einfluss gebracht. Das ging aber alles einher mit einer rigorosen Umweltzerstörung und Ausbeutung von Natur und Menschen. Die Abholzung ganzer Landschaften ist der Preis für den Aufstieg einer ehrgeizigen und skrupellosen Unternehmerfamilie. Der junge David, ein Burkett der vierten Generation, will nun mit der unseligen Unternehmertradition brechen. Je mehr er in die Familiengeschichte eindringt, umso mehr wächst der Hass auf seinen despotischen, lasterhaften Vater. Seine tabletten- und alkoholkranke Mutter ist ihm auch kein Halt. Nur seine jüngere Schwester Cynthia, die noch vor ihm mit der Familie bricht, hat für ihn Verständnis. - Das Buch beeindruckt vor allem durch die eindrucksvollen Schilderungen der grandiosen Landschaft in Michigan. Die Hauptfigur des David Burkett bleibt dagegen bis zum Schluss nicht so recht fassbar. Einerseits sind seine Beweggründe einleuchtend; auf Dauer aber kommt eher Unverständnis auf für sein zunehmend chaotisches, eher zielloses Leben. Eine Geschichte mit beeindruckender Prosa, die vornehmlich aufmerksame und literarisch interessierte Leser ansprechen dürfte. (Übers.: Christel Dormagen)