Als Otto eines Morgens aufwacht, hat sich die Welt verändert, für immer. Seine allerliebste Freundin Annie, mit der er jeden Morgen zur Schule ging, neben der er saß, die er heimlich geheiratet hat, ist tot - gestorben durch einen Sturz auf der Kellertreppe. Otto ist fassungslos, findet aber Halt in seiner Umgebung, bei den Eltern, der Klasse und auch bei Annies Mutter, die ihm bei der Beerdigung verrät, dass die Annie immer noch seinen Ring am Finger trägt. Und seine Erinnerungen an all die schönen Stunden mit ihr, die kann ihm keiner nehmen! - Der Münsteraner Autor Axel Schulß hat die Veröffentlichung seines letzten Kinderbuches nicht mehr erlebt, er starb im Januar 2009 an Multipler Sklerose. Das Wissen um die eigene Endlichkeit, die offenkundige Auseinandersetzung damit hat er umgesetzt in eines der schönsten, anrührendsten und verständnisvollsten Kinderbücher zum Thema Tod. Die zarten, pastellfarbenen Illustrationen, die Ottos Gefühle zwischen Hoffen und Verzweifeln ausdrucksstark wiedergeben, ergänzen perfekt den leisen, realitätsnahen Text. - Der Titel sollte in allen Beständen vorhanden sein!
Beate Mainka
Jahrgang 1961. Da ich bereits vor der Schule den Büchern verfallen war, war die Ausbildung zur Diplom-Bibliothekarin eine logische Konsequenz. Danach arbeitete ich 13 Jahre als Buchhändlerin in Bonn und Freiburg bis zur Geburt meiner beiden Kinder.
Seit 1999 leite ich ehrenamtlich eine KÖB im ländlichen Westfalen, seit 2002 bin ich Rezensentin für die Buchprofile in den Bereichen Belletristik sowie Kinder- und Jugendliteratur, die schon im Buchhandel zu meinen Schwerpunkten zählten. Ebenso rezensiere ich für die ekz und seit 2008 für das Titel-Magazin im Internet mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendliteratur. Journalistische Arbeiten für die BiblioTheke und die Mitarbeit an verschiedenen Publikationen des Borromäusvereins zur Leseförderung ergänzen mein freiberufliches Pensum.
Wenn ich mal ausnahmsweise nicht lese oder schreibe, durchpflüge ich schwimmend jede Art von Gewässer, verreise gerne mit meiner Familie und liebe es, mich im Theater oder Kino gepflegt unterhalten zu lassen.