Margaret Quinn lebt seit dem Verschwinden ihrer Tochter Erica, die sich einer radikalen Gruppe, den “Engeln der Zerstörung”, angeschlossen hatte, einsam und trostlos in ihrem Haus. Da klopft eines kalten Abends ein 8-jähriges Mädchen an ihre Haustür und fragt, ob sie bei ihr bleiben kann. In der einsamen Witwe Margaret erwacht die Hoffnung, dass das Kind ihre Enkelin sein könnte - dies gibt ihrem Leben einen neuen Sinn. Sie ist glücklich über die Wendung, nimmt das Kind, Norah, bei sich auf und schickt sie in die Schule. Aber Norah scheint nicht die, die sie zu sein vorgibt. Denn das Mädchen redet wie eine Erwachsene, kann Wunder vollbringen: die Stimmung in der Schule unter den Kindern verändert sich, die Gewaltbereitschaft der Klasse sinkt; das Mädchen behauptet, ein Engel zu sein, ein Bote Gottes. Welches Geheimnis verbirgt es? Margarets Schwester Diane will schließlich die Wahrheit wissen und macht sich auf die Suche nach der verschollenen Erica, die unter falschem Namen in New Mexico lebt. Mutter und Tochter finden wieder zusammen und Norah verschwindet wie sie gekommen ist. “Der dunkle Engel” ist eine Geschichte über die Macht der Einbildungskraft. Wer Märchenhaftes mag, wird sich von dieser Geschichte, in der es immer wieder Wunder gibt, fesseln lassen. (Übers.: Sabine Herting)
Ileana Beckmann
Aufgewachsen in Stuttgart und Rom; nach dem Abitur Studium der Komparatistik und Romanistik mit Magisterabschluss an den Universitäten Paris, Bonn und Yale. Verheiratet, 2 erwachsene Söhne. Neben dem Dasein als Hausfrau und Mutter Übersetzungen aus dem Französischen, Italienischen und Englischen für die Wissenschaftliche Buchgesellschaft; Leiterin der KöB in Hagen-Dahl; Leitung verschiedener Literaturgesprächskreise, Dozentin (Literatur) der VHS und des Kath. Erwachsenenbildungswerks Lüdenscheid.
Zum Rezensieren (Belletristik für die Medienprofile und Romane und Hörbücher für den Ev. Buchberater) bin ich gekommen, um meine Leselust rechtfertigen und in der Hoffnung, andere mit meiner Begeisterung für gute Bücher anstecken zu können und davon zu überzeugen, dass gut ausgewählte Literatur ein Ratgeber und Helfer in manchen existenziellen Fragen ist.
Lieblingslektüre: französische Romane des 19.Jh., moderne franz. Autoren, Ian McEwan und John Irving, und schließlich neben dem Klassiker Thomas Mann die deutschsprachigen Autoren Martin Suter und Bernhard Schlink und Uwe Timm.