In den ersten Jahrzehnten des 16. Jh. sind die Zeiten gerade in den deutschen Landen mit seinen zahlreichen Fürstentümern besonders unruhig. Als sein Dorf im Hunsrück überfallen wird, ist der 15-jährige Jakob Spengler nicht zu Hause. Vom Waldrand aus muss er ohnmächtig zusehen, wie alle Dorfbewohner mit seinen Eltern und Geschwistern von einer Truppe von Hasardeuren getötet werden. Die Gesichter der vier Rädelsführer kann er sich einprägen und schwört Rache. Er erlebt die Bauernaufstände des Jahres 1525 auf der Seite des “Odenwälder Haufens” mit; als Wien von den Türken belagert wird, kämpft er auf Seiten der eingeschlossenen Städter. Beim berüchtigten Sacco di Roma ist er mit einigen Gefährten in der Stadt, immer auf der Suche nach den Mördern. Jakob erlebt und durchleidet viele grausame Schlachten und Kämpfe, Plünderungen, Verrat, aber auch Freundschaft und Liebe. Er rächt sich nacheinander an den Mördern und zu guter Letzt kann er auch noch den Auftraggeber, einen Vertrauten des Kaisers und des Papstes, stellen. - Der bekannte Autor beherrscht das Metier hervorragend. Er beschreibt die Szenerien sehr drastisch und realistisch, ohne sich jedoch zu sehr in brutalen Details zu verzetteln. Es ist auch wieder eine Lektion in Geschichte, gut recherchiert, verständlich und abwechslungsreich, gelegentlich ironisch und elaboriert dargeboten. Auch wenn es zum Schluss doch etwas arg gefühlsbetont, ja pathetisch daherkommt, ist das fesselnde Buch sehr zu empfehlen.