In dem dickleibigen, dialogorientierten Roman geht es darum, ob Lillian, leidenschaftliche Großkatzenfreundin sowie Gründerin eines Tierreservats, und Cooper, New Yorker Ex-Polizist und verkrachter Sohn eines einflussreichen Juristen, die sich seit Kindertagen kennen, wieder als Liebende zueinander finden. Der Spannungsbogen ist allzu vorhersehbar: erst knospende, dann blühende junge Liebe, beruflich bedingter Kontaktverlust und Missverständnisse, unfreiwillige räumliche Nähe, verkrampfte Distanz, unwiderstehliche Anziehung und leidenschaftliche Wiedervereinigung. Zudem sorgt zu fortgeschrittener Zeit ein Serienmörder, der auch Lil bedroht, für eine Verschärfung der Dynamik. Die bedeutensten Hinweise auf die Trivialität des Romans sind die mystischen Aspekte der Tierliebe Lils und die schwülstige Überhöhung des Geschlechtskontakts. Dem Leser ergeht es sicherlich nicht wie der Protagonistin: “Sie schmolz dahin, und jede Faser ihres Körpers begann zu glühen.” (63) Verzichtbare Klischees. (Übers.: Christiane Burkhardt)