Fast zeitgleich mit der Biographie des Darwin-Forschers Steve Jones “Darwins Garten” (s. o.) erschien diese Biographie des amerikanischen Schriftstellers und Wissenschaftsjournalisten D. Quammen, der auf Fernreisen die interessante Arbeit der Feldbiologen kennenlernte und so eine Beziehung zu Darwin fand. Wie Jones beschäftigt er sich mit der Zeit nach der fast fünfjährigen Reise des jungen Darwin mit der Beagle, die von 1831 bis 1836 dauerte. Dabei berücksichtigt er Leben und Werk gleichermaßen. Darwin, der zunächst in London und später relativ zurückgezogen in einem kleinen Ort in der Nähe Londons lebte, war ein leidenschaftlicher und ausgesprochen gewissenhafter Forscher. “Seine Arbeit war der Herzschlag seines Lebens.” Trotz seiner Forschungsarbeit, seiner schriftstellerischen Tätigkeit, dem Schreiben von tausenden von Briefen nahm er sich aber dennoch Zeit für die Familie und das alles, obwohl er chronisch krank war. Eine höchst bewundernswerte Lebensleistung, die hier auf der Basis von Darwins Autobiographie facettenreich dargestellt wird. Empfehlenswert.