Die meisten Menschen kennen Darwin nur als Schöpfer der Evolutionstheorie. Dass seine wissenschaftlichen Forschungen wesentlich umfassender waren und er sich auch mit Regenwürmern, Inzucht, Domestikation, Tierpsychologie, insektenfressenden Pflanzen und geologischen Themen beschäftigte, insgesamt 19 Bücher, hunderte von Artikeln und tausende von Briefen schrieb, ist weithin unbekannt. So ist es ein großes Verdienst des Autors, auch auf diese Seite Darwins aufmerksam zu machen. Gleichzeitig räumt er mit zahlreichen Vorurteilen auf, insbesondere dem, dass Darwin nach der Auswertung der Erträge seiner Forschungsreise auf der Beagle kaum noch Nennenswertes zustande brachte, denn es war genau umgekehrt, auch wenn Darwin oft krank war und seine nähere Umgebung kaum verließ, worauf der Titel “Darwins Garten” anspielt. Entstanden ist eine sehr informative und dennoch leicht lesbare Biographie mit zahlreichen Bezügen zu heutigen Forschungsrichtungen und Entwicklungen.