Die Autorin stellt sieben bedeutende Frauen des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha in den Mittelpunkt ihres Buches. Anhand deren Lebensgeschichten verfolgt sie den Aufstieg des eher unbedeutenden Herzogtums zur Zeit der deutschen Kleinstaaterei bis hin zu den Königsthronen Europas. Die russische Großfürstin Anna Feodorowna, geboren als Juliane von Sachsen-Coburg-Saalfeld, hat mit ihrer Heirat das verschuldete Herzogtum saniert, ihr Bruder König Leopold I. von Belgien ging aufgrund geschickter Heiratspolitik als “Onkel Europas” in die Geschichte ein. Mit glänzenden Heiratsverbindungen sorgten für weitere Reputation seine ehrgeizige Tochter Charlotte, Ehefrau des Erzherzogs Maximilian von Österreich und spätere Kaiserin von Mexiko, als auch seine Enkelinnen Louise und Stephanie. Erstere allerdings füllte mit ihrem außerehelichen Liebesabenteuer und ihrem Hang zur Kriminalität die Klatschspalten der Presse, letztere machte als Gemahlin des unglücklichen Kronprinzen Rudolfs von Habsburg von sich reden. - Die Autorin wartet mit einem z.T. relativ unbekannten Stück Geschichte auf und versteht es bestens, den Leser durch die Wirren der verwandtschaftlichen Beziehungen sowie der historischen Ereignisse des 19. und beginnenden 20. Jh. zu führen.