Jana ist 15 und verlässt das Jugendgericht mit scheinbar “cooler” Miene. 80 Sozialstunden auf einem Tierschutzhof muss sie für Diebstahl, Sachbeschädigung und Fahren ohne Führerschein ableisten. Sie findet das ungerecht, ab und zu mal was mitgehen lassen, einen Autoscheinwerfer eintreten - das war doch nur Spaß! Außerdem war sie mit der Clique unterwegs und ist die einzige, die geschnappt wurde. Ihre Clique ist gleichzeitig Ersatzfamilie, denn die Eltern verstehen sie erstens überhaupt nicht und zweitens sind sie nie da. Die 80 Sozialstunden muss sie bei den Pferden des Schutzhofs ableisten, und zu ihrer großen Überraschung freundet sie sich nach kurzer Zeit langsam mit einem vernachlässigten Pferd an. Plötzlich empfindet sie Mitgefühl, Respekt und sogar ein schlechtes Gewissen (gegenüber einem Pferd, absurd!, denkt Jana). Alle Gefühle neben der üblichen Einsamkeit, Wut, Angst und Sehnsucht nach Beachtung und Geborgenheit möchte sie am liebsten weit von sich weisen. Doch immer mehr ergreifen Emotionen Besitz von Jana, und sie lernt, diese zu akzeptieren. - Dieser vierte Titel in der Reihe “Eine wahre Pferdegeschichte” (zuletzt: BP 07/640) vereint in sich eine breite, psychologisch differenzierte Palette jugendlichen Gefühlschaos’ und ist ein hervorragendes Zeugnis über Ursachen und Wirkungen der Persönlichkeitsentwicklung. Für Jugendliche ab 14 Jahren sehr empfohlen.