In der Geschichte geht es um fünf elternlose Kinder, die als “Bande” in einer Burgruine nahe der kleinen kroatischen Küstenstadt Senj leben. Sie essen, was sie bekommen - geschenkt oder gestohlen. Sie tun, was sie wollen, und stehen in stetem Kampf mit den Gymnasiasten, den Kindern der reichen Stadtbewohner. Im alten Fischer Gorian finden sie schließlich einen Freund und Fürsprecher. Die Phantasie von Kindern -“Ach, könnte ich doch den ganzen Tag mit meinen Freunden verbringen, ohne Schule und ohne Eltern, die alles vorschreiben” - ist wohl heute genauso aktuell wie in den 40er Jahren, als “Die Rote Zora” erstmalig erschien. So ist das Buch auch heute noch ein Werk, das diese Phantasie bedient, gleichzeitig aber zeigt, dass es ohne Eltern auch nicht immer einfach und lustig ist. Film und Buch beschreiben einen Lebensstil, den man sich heute in Deutschland gar nicht mehr vorstellen kann: ohne Handy, fast ohne Autos, mit strengen Hierarchien, in denen Bäcker und Kaufmann hoch angesehene Berufe waren. Damit eröffnet das Buch den Blick für viele Perspektiven und eine Welt, in die es sich lohnt, einzutauchen.