Marokko 1995: Wie seine ganze Generation möchte auch der junge Jurist Azel, 25 Jahre alt, sein Land verlassen. Dass sein Cousin bei dem Versuch ertrunken ist, die Meerenge nach Spanien im Boot zu überwinden, schreckt ihn nicht ab. Arbeitslos, ohne Geld, schikaniert von Polizei und Behörden hat er nur den einen Wunsch: nach Spanien. Er lernt den älteren spanischen Galeristen Miguel kennen und geht auf dessen Angebot ein, sein Liebhaber zu werden. Azel geht nach Barcelona und führt ein Leben in Saus und Braus. Da er aber keine Liebe für seinen Gönner empfindet, ekelt ihn bald das neue Leben an und er verachtet sich selbst. Es erfolgt die Trennung von Miguel und Azel findet sich als mittelloser Emigrant in einem ihm fremden Land wieder. Tahar Ben Jelloun schildert die ganze Verzweiflung und Verlassenheit der Entwurzelten in diesem packenden Roman. (Übers.: Christiane Kayser)