Als bei einem Archäologenkongress der Name Tannenberg als einer der Teilnehmer bekannt wird, werden vier reiche, ältere Menschen in Bonn, Madrid, Rom und Wien aufgeschreckt. Ist das doch der Name des Mannes, der ihnen als Kinder während des Krieges unsägliches Leid zugefügt hat. Sie hatten als Kinder Rache geschworen und sehen nun endlich eine Möglichkeit den damaligen Peiniger zu eliminieren. Aber nicht Tannenberg, der ehemalige SS-Offizier, sondern seine Enkelein Clara schildert einer ungläubigen Schar von Fachleuten, dass ihr Großvater schon vor Jahrzehnten auf Hinweise gestoßen ist, die auf Tontafeln mit alttestamentarischen Bibeltexten der Schöpfungsgeschichte schließen lassen. Dies löst nun eine wahre Welle von Besitzgier unterschiedlichster Gruppen aus. Reiche Sammler aus allen Kontinenten wollen die Tafeln, wenn sie denn existierten und auch gefunden werden sollten, unter allen in die Hände bekommen. Claras Großvater ist schon jahrelang dabei, im vorderen Orient wertvolle Artefakte zu stehlen und an den Meistbietenden zu verkaufen. Die Tonbibel soll allerdings seiner Enkelin endgültige Anerkennung als Archäologin verschaffen. Trotz des drohenden Krieges gelingt es, namhafte Wissenschaftler für das Projekt zu gewinnen und eine Grabung zu organisieren. Die von den verschiedenen Interessengruppen initiierten Aktivitäten führen zu Mord und Totschlag. - Die Geschichte ist eher langatmig erzählt. Die ständigen Bedrohungsszenarien sind der Spannung, wenn sie denn mal wieder aufkommen sollte, hinderlich. Fans von Dan Brown, Monaldi & Sorti (z.B. “Imprimatur”) werden auch an dieser Geschichte Gefallen finden. (Übers.: K. Schatzhauser)