Die Protagonistin reist nach Russland, in die Grenzzone zwischen Europa und Asien, um ihren Vater zu besuchen, der dort als Ingenieur in einem Stahlkraftwerk arbeitet. Auf höchst artifizielle Weise berichtet die Erzählerin von der Monotonie des Nichtstuns, die die deutschen Arbeiter befällt, als die Produktion im Werk unfreiwillig zum Stillstand kommt. Der Einzelne läuft Gefahr, im Stumpfsinn des Kollektivs unterzugehen. Um dem zu entkommen, flüchtet sich die Ich-Erzählerin in eine exzessive Hassliebe zu einem Kollegen ihres Vaters und versucht, ihre innere Leere durch die Freundschaft mit einem todkranken, von Umweltgiften zerstörten russischen Pianisten zu füllen. Wirklichkeit und Halluzination liegen im Bericht der Protagonistin dicht beieinander. Am Ende des Romans verliert sie sich im Nichts der verschneiten Landschaft einer ehemals verbotenen Zone um ein Atomkraftwerk. - Obwohl handlungsarm, kann man sich dem Sog der außergewöhnlichen Sprachgewalt dieses Romans nicht entziehen.