24.02.2012

Spurensuche

Wer sind sie, die Helden der Nachhaltigkeit? Was müssen die Figuren in den Geschichten heute tun, um die Welt zu retten? Kann man angesichts der überall herrschenden Unübersichtlichkeit der Verhältnisse überhaupt noch handeln, literarisch oder real? Welche Impulse gibt ein christlicher Schöpfungsglaube? Und kann so ein sachliches und eher abstraktes Thema überhaupt spannend aufbereitet werden und literarisch ankommen? [mehr]

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Eine Frau und ein Mann begegnen sich in einem Wellnesshotel. Sie möchte ein neues Videoprojekt realisieren, er sucht nach einem Weg aus der Schreibblockade. Beide haben unruhige Zeiten und manches Unbearbeitete und Nichtverdaute im Lebensgepäck. Durch wechselseitiges Beäugen, Begleiten in Gedanken ... weiter

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Alina Bronsky

Scherbenpark

RomanKIEPENHEUER & WITSCH, 2009
Taschenbuch, Kartoniert
KiWi Taschenbücher Nr.1118, 2009. 288 S. 19 cm

Detailinformationen

MedienNr.: 564215

ISBN-10: 3462041509
ISBN-13: 9783462041507

€ 8.99

Borro-Rezension[mehr]

Die junge Sascha kommentiert ihre Umgebung, das verzweifelte Streben nach Glück, Freiheit und Wohlstand, das Scheitern ringsum und das eigene Aufbegehren.

Sascha Naimann ist mit ihrer Mutter, ihrem Stiefvater Vadim und zwei kleinen Halbgeschwistern von Russland nach Deutschland gekommen. Als die Mutter sich von ihm trennt, erschießt Vadim sie und ihren neuen Freund vor Saschas Augen. Mit 17 Jahren fühlt sich Sascha verantwortlich für ihre Geschwister, kämpft darum, den Boden unter den Füßen nicht völlig zu verlieren. Nach außen gibt sie sich hart und mutig, doch tatsächlich ist sie weich und verletzlich. Ihr Leben nimmt eine überraschende Wendung, als sie den Redakteur Volker und seinen Sohn Felix kennenlernt. Sie scheinen ihr einen Ausweg aus der Enge ihres Lebens zu bieten; sie erhofft sich Halt und Geborgenheit, muss aber feststellen, dass die Idylle deutliche Risse hat. - Der erste Roman Alina Bronskys ist unglaublich dicht, drastisch, berührt tief. Ihre Beschreibung der russlanddeutschen Szene allein ist schon die Lektüre wert. Doch auch die lakonische, knappe Sprache, mit der sie Sascha ihre Geschichte erzählen lässt, ist sehr anziehend. Da es keine Kapitel hat, kann man das Buch auch nicht mehr aus der Hand legen. Eine Entdeckung!

Tina Schröder
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