24.02.2012

Spurensuche

Wer sind sie, die Helden der Nachhaltigkeit? Was müssen die Figuren in den Geschichten heute tun, um die Welt zu retten? Kann man angesichts der überall herrschenden Unübersichtlichkeit der Verhältnisse überhaupt noch handeln, literarisch oder real? Welche Impulse gibt ein christlicher Schöpfungsglaube? Und kann so ein sachliches und eher abstraktes Thema überhaupt spannend aufbereitet werden und literarisch ankommen? [mehr]

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Eine Frau und ein Mann begegnen sich in einem Wellnesshotel. Sie möchte ein neues Videoprojekt realisieren, er sucht nach einem Weg aus der Schreibblockade. Beide haben unruhige Zeiten und manches Unbearbeitete und Nichtverdaute im Lebensgepäck. Durch wechselseitiges Beäugen, Begleiten in Gedanken ... weiter

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Witold Beres, Krzysztof Burnetko

Marek Edelman erzählt

PARTHAS, 2009
Hardcover, Gebunden
Übersetzung: Kulinska-Krautmann, Barbara, 2009. 687 S., Abb. auf Taf. 20,5 cm

MedienNr.: 318821

ISBN-10: 386964012X
ISBN-13: 9783869640129

Führen wir nicht bzw. nicht mehr.
€ 24.00

Borro-Rezension[mehr]

Die Lebenserinnerungen eines mutigen und eigensinnigen polnischen Juden.

Marek Edelmann (1919-2009) war wie nur wenige ein Zeuge sowohl der faschistischen als auch der stalinistischen Epoche des 20. Jh. Bekannt wurde er vor allem als einer der Anführer des legendären Ghetto-Aufstands der Warschauer Juden von 194¿4. Dann aber wurde er auch zu einem unbequemen Kritiker des Kommunismus in seiner polnischen Heimat. Den Antisemitismus hat er in allen Facetten erlebt und erlitten. Unbequem blieb er auch in seinem Engagement während der Kriege auf dem Balkan am Ende des 20. Jh., wo er sich heftig gegen den Pazifismus vieler Freunde wandte, denen er vorwarf, nichts aus der Geschichte des Totalitarismus gelernt zu haben. Auch in Israel hatte er viele Kritiker und Gegner, weil er die offizielle Politik des Staates Israel gegen die Palästinenser verurteilte. Über alle Etappen seines langen und oft sehr spannenden Lebens erzählt Marek Edelmann ausführlich in diesem Buch. Wir lernen in diesem Buch einen in jeder Hinsicht eigensinnigen, oft auch widerborstigen Menschen kennen, dem jede Form von Opportunismus und Anpassung, gegenüber wem auch immer, zuwider waren. Ein Vorbild zu sein, hätte Edelmann weit von sich gewiesen, aber für viele Jüngere war und ist er es.

Carl Wilhelm Macke
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