24.02.2012

Spurensuche

Wer sind sie, die Helden der Nachhaltigkeit? Was müssen die Figuren in den Geschichten heute tun, um die Welt zu retten? Kann man angesichts der überall herrschenden Unübersichtlichkeit der Verhältnisse überhaupt noch handeln, literarisch oder real? Welche Impulse gibt ein christlicher Schöpfungsglaube? Und kann so ein sachliches und eher abstraktes Thema überhaupt spannend aufbereitet werden und literarisch ankommen? [mehr]

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Eine Frau und ein Mann begegnen sich in einem Wellnesshotel. Sie möchte ein neues Videoprojekt realisieren, er sucht nach einem Weg aus der Schreibblockade. Beide haben unruhige Zeiten und manches Unbearbeitete und Nichtverdaute im Lebensgepäck. Durch wechselseitiges Beäugen, Begleiten in Gedanken ... weiter

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Klaus Mertes

Widerspruch aus Loyalität

ECHTER, 2009
Hardcover, Gebunden
Ignatianische Impulse Bd.39, 2009. 64 S. 19 cm

Detailinformationen

MedienNr.: 563328

ISBN-10: 3429031729
ISBN-13: 9783429031725

€ 6.90

Borro-Rezension[mehr]

Maßstäbe für konstruktive Kritik - nicht nur innerhalb der Kirche.

Ist jede Kritik an Kirche und Papst destruktiv und schädlich oder gibt es nicht auch eine loyale Kritik, die aufbaut und der Kirche nützt? Klaus Mertes, der dieser Frage nachgeht, ist Jesuit und als ein solcher zu besonderem Gehorsam gegenüber dem Papst verpflichtet. Und es sind gerade - neben der Hl. Schrift selbst, die sehr eindrucksvolle Zeugnisse bietet, wie Jesus und Paulus sich anerkannten religiösen Autoritäten widersetzen - die Ignatianischen Exerzitien, aus denen er wichtige Orientierungspunkte gewinnt. Dabei läuft dieses Buch keineswegs auf eine simple Rechtfertigung von Kritik hinaus: Zwar wird die Versuchung angesprochen, dass religiöse Autoritäten sich mit dem Willen Gottes gleichsetzen, ihre ihnen zukommende Autorität überziehen, die Demut, ihren Dienstcharakter vergessen; aber mindestens ebenso wird auch den Kritikern ins Gewissen geredet. Kritik soll nicht mit unbewiesenen Verdächtigungen arbeiten, sondern setzt ein grundsätzliches Wohlwollen dem anderen gegenüber voraus; sie darf auch nicht selbstüberheblich und lieblos sein, nicht aus oft verborgenen Motiven der Selbstdarstellung geschehen und sich nicht außerhalb der Kirche stellen. Wo solche Grenzziehungen eingehalten werden, ist Kritik ein loyaler Dienst an der Lebendigkeit einer Gemeinschaft. - Keine Frage, dieses Buch regt zuerst einmal zur Selbstkritik im Umgang mit anderen Menschen an; und gerade deshalb hat es seinen Wert auch außerhalb der Kirche!

Richard Niedermeier
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