24.02.2012

Spurensuche

Wer sind sie, die Helden der Nachhaltigkeit? Was müssen die Figuren in den Geschichten heute tun, um die Welt zu retten? Kann man angesichts der überall herrschenden Unübersichtlichkeit der Verhältnisse überhaupt noch handeln, literarisch oder real? Welche Impulse gibt ein christlicher Schöpfungsglaube? Und kann so ein sachliches und eher abstraktes Thema überhaupt spannend aufbereitet werden und literarisch ankommen? [mehr]

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Eine Frau und ein Mann begegnen sich in einem Wellnesshotel. Sie möchte ein neues Videoprojekt realisieren, er sucht nach einem Weg aus der Schreibblockade. Beide haben unruhige Zeiten und manches Unbearbeitete und Nichtverdaute im Lebensgepäck. Durch wechselseitiges Beäugen, Begleiten in Gedanken ... weiter

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Theo R. Payk

Der beschützte Abschied

Streitfall SterbehilfeKÖSEL, 2009
Hardcover, Gebunden
2009. 224 S. 22 cm

MedienNr.: 563403

ISBN-10: 3466368588
ISBN-13: 9783466368587

€ 17.95siegel

Borro-Rezension[mehr]

Plädoyer für ein wirklich humanes Sterben in einer Gesellschaft, die darauf verzichtet, das Leben zu normieren.

Es ist ein - heute durchaus vorstellbares - Horrorszenario: Eine Behörde bestimmt Menschen zum “Gnadentod”, die wegen Alters oder Krankheit lästig geworden sind, oder kommerzielle “Sterbehelfer” bieten ihre vermeintlichen Dienste an. Damit eine solche Euthanasie nicht vorschnell mit dem Willen des Sterbenden und seiner Würde gerechtfertigt wird, hat der Psychiater und Psychotherapeut Theo R. Payk dieses Buch geschrieben, das sich schwerpunktmäßig mit der psychischen Situation von Sterbenden (oder auch von Sterben-Wollenden wie etwa Menschen, die einen Suizidversuch hinter sich haben) befasst. Ins Blickfeld rücken aber auch die Täter: Angehörige, Ärzte und Pfleger, die einen Schwerkranken oder Behinderten aus Mitleid und Barmherzigkeit getötet haben wollen. Der Autor stellt solche Motive ebenso infrage wie den vermeintlichen Todeswillen der Opfer. Er sieht dahinter eher die Unfähigkeit zum Mit-Leiden und verdeckte Aggressionen gegen den als schwere Last empfundenen Patienten, welche zunehmend auch die Euthanasie-Debatte in unserer Gesellschaft beeinflussen. Payk setzt dem ein echtes Sterben in Würde entgegen und plädiert für eine massive Unterstützung der Palliativmedizin und der Sterbebegleitung. Zugleich fordert er aber auch eine humane Gesellschaft ein, die den Tod wieder in ihre Bewusstseinsmitte und in ihre Sorge hineinholt und darauf verzichtet, das Leben zu normieren. Sehr zu empfehlen!

Richard Niedermeier
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