24.02.2012

Spurensuche

Wer sind sie, die Helden der Nachhaltigkeit? Was müssen die Figuren in den Geschichten heute tun, um die Welt zu retten? Kann man angesichts der überall herrschenden Unübersichtlichkeit der Verhältnisse überhaupt noch handeln, literarisch oder real? Welche Impulse gibt ein christlicher Schöpfungsglaube? Und kann so ein sachliches und eher abstraktes Thema überhaupt spannend aufbereitet werden und literarisch ankommen? [mehr]

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Eine Frau und ein Mann begegnen sich in einem Wellnesshotel. Sie möchte ein neues Videoprojekt realisieren, er sucht nach einem Weg aus der Schreibblockade. Beide haben unruhige Zeiten und manches Unbearbeitete und Nichtverdaute im Lebensgepäck. Durch wechselseitiges Beäugen, Begleiten in Gedanken ... weiter

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Andrew Brown

Schlaf ein, mein Kind

Roman. Ausgezeichnet mit dem Sunday Times Fiction Prize 2006. Deutsche ErstausgabeBTB, 2009
Taschenbuch, Kartoniert
Dtsch. v. Mechthild Barth, btb Bd.73951, 2009. 383 S. 19 cm

MedienNr.: 562085

ISBN-10: 3442739519
ISBN-13: 9783442739516

€ 9.00

Borro-Rezension[mehr]

Die Leiche einer jungen Frau beschäftigt Inspektor Februarie und seine resolute Assistentin.

Die Leiche einer jungen Weißen treibt in einem Fluss in Südafrika. Schnell scheint der Mörder gefasst, ein illegaler Einwanderer, der mit der Toten ein Verhältnis hatte. Doch es bleiben Zweifel. Was zunächst klar erscheint, entpuppt sich als komplizierter als gedacht und führt tief hinein in die Geschichte Südafrikas. Parallel zu diesem Mord wird ein Fall aus der Kolonialzeit aufgerollt, bei dem sexuelle Gewalt eine Rolle spielt. Beide Erzählstränge bewegen sich immer weiter aufeinander zu und erzeugen eine ständig wachsende Spannung. Ein geschickter Schachzug sind die Schlaflieder, die jedem Kapitel vorstehen, Schlaflieder, die die junge Tote in ihrem Tagebuch gesammelt hat und die in ihrer bitteren Süße beim Leser einen leichten Schauer des Entsetzens hervorrufen. Gekonnt mit der Sprache jonglierend lässt der Autor den Leser tief in die Psyche seiner Hauptfiguren blicken. Brillant geschrieben und sehr spannend. (Übers.: Mechthild Barth)

Christiane Kühr
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