24.02.2012

Spurensuche

Wer sind sie, die Helden der Nachhaltigkeit? Was müssen die Figuren in den Geschichten heute tun, um die Welt zu retten? Kann man angesichts der überall herrschenden Unübersichtlichkeit der Verhältnisse überhaupt noch handeln, literarisch oder real? Welche Impulse gibt ein christlicher Schöpfungsglaube? Und kann so ein sachliches und eher abstraktes Thema überhaupt spannend aufbereitet werden und literarisch ankommen? [mehr]

weitere Termine

Eine Frau und ein Mann begegnen sich in einem Wellnesshotel. Sie möchte ein neues Videoprojekt realisieren, er sucht nach einem Weg aus der Schreibblockade. Beide haben unruhige Zeiten und manches Unbearbeitete und Nichtverdaute im Lebensgepäck. Durch wechselseitiges Beäugen, Begleiten in Gedanken ... weiter

Ausgezeichnete Bücher

Entdecken Sie unsere Bücher des Monats!

Erweiterte SucheStandardsuche

Aktionen…

Schränkt die Suche auf Artikel ein, die Teil der Weihnachts- (WA), Kinderbuch- (KiBu) und/oder Erstkommunions-Ausstellung (EK) sind. Werden keine anderen Suchkriterien eingegeben, können Sie sich z.B. alle Artikel der Kinderbuchaustellung anzeigen lassen.

Aravind Adiga

Der weiße Tiger, englische Ausgabe

Winner of the Man Booker Prize 2008 and the Galaxy British Book Award, Kategorie Author of the Year 2009ATLANTIC BOOKS, 2008
Hardcover, Kartoniert
2008. 321 p. 18 cm

MedienNr.: 306503

ISBN-10: 1848870426
ISBN-13: 9781848870420

€ 8.05

Borro-Rezension[mehr]

Unkonventionelle satirische Lebensbeichte eines aus armen Verhältnissen durch Mord aufgestiegenen indischen Unternehmers.

Das Dorf, aus dem der provozierende, charmante und egoistische Ich-Erzähler Balram stammt, nennt er ironisch Dorfparadies, denn es gibt weder Strom noch Wasser, die Kinder sind unterernährt. Wichtigstes Familienmitglied ist die Wasserbüffelkuh. Es herrschen noch feudale Zustände: wenige mächtige Familien haben die Kontrolle, die Armen kaum Gelegenheit zu entkommen, Lehrer stehlen das Essensgeld ihrer Schüler, weil sie kein Gehalt bekommen, Kinder bleiben halbgebildet. Töchter zu verheiraten treibt viele Familien in den Ruin. Aus der Perspektive des überheblichen, selbstsicheren Balram, der an den Wert der Bildung glaubt, Auto fahren lernt und es schafft, als Fahrer und Diener nach Bangalore und Delhi zu kommen, wird das Leben der Reichen äußerst witzig beschrieben. Die einzige Möglichkeit, sich aus dem indischen Unterdrückungssystem zu befreien und erfolgreicher Unternehmer zu werden, besteht für Balram darin, seine Familie zu verlassen und seinen Arbeitgeber zu ermorden. - Zwischen einem naiven Ton und beißender Ironie wechselnd verhöhnt der Autor die indische Demokratie mit ihren Wahlen, die keine sind, die Korruption, den Wirrwarr der vielen Götter, das Sklavenleben der unteren Kasten, die sich aus ihrem “Hühnerkäfig” nicht befreien können. Adiga zeichnet ein Bild des neuen Indien, in dem Unternehmertum wichtiger ist als Schule, Kanalisation und gepflasterte Straßen. Eine sehr amüsante, scharfsinnige Lektüre für politisch interessierte Leser.

Ileana Beckmann
Seite weiterempfehlenFormular schließen

Die mit einem * markierten Angaben sind Pflichtfelder.

Mein Borro Login

Mein Borro Login Neues Kundenkonto eröffnen
Vergessen?
Dieser Service erfolgt über eine sichere Verbindung.

Warenkorb

0  Artikel Ansehen

Newsletter & RSS-Feeds

Informieren Sie sich regelmäßig mit dem medienprofile-Newsletter und RSS-Feeds über aktuelle Empfehlungen und neue Rezensionen.

Buchprofile Express

...heißt bei uns medienprofile Vorschau. Jeden Monat neu besprochene Titel, über die wir Sie auch mit dem medienprofile-Newsletter informieren.